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(Über-)Lebenswichtige Soforthilfe in Katastrophenfällen

Schnelle und unkomplizierte Soforthilfe nach allen Krisen in Sierra Leone seit der Gründung des Vereins: Nach dem Ausbruch der Ebola-Epidemie (2014), dem Erdrutsch nahe Freetown (2017) und dem dem Brand in Kroo Bay (2019)

2019: Soforthilfe nach dem vernichtenden Brand in Kroo Bay: 

Ein Feuer, das am 4. März 2019 ausbrach, verwüstete die Gemeinschaft in Kroo Bay an der Küste Freetowns. In dieser Gegend sind ungefähr 81.000 m2 mit inoffiziellen Siedlungen belegt, die täglich wachsen. Die im Jahr 2019 geschätzte Bevölkerungsanzahl liegt bei 13.000 Menschen und 2.622 Haushalten, wovon mehr als 95% Prozent unter der Armutsgrenze leben. Der Brand wurde von einer brennenden Antimücken-Spirale ausgelöst, die auf einen Tisch fiel. Da das Slum keine Verkehrsanbindung hat und der Wasserspiegel sehr niedrig stand, konnte das Feuer nicht gelöscht werden. Laut dem Office of National Security sind 1.283 Personen (385 Haushalte) direkt betroffen, 70% davon Frauen und Kinder. 

Icon 10.000 € für Sofortmaßnahmen vor Ort

Nach der Katastrophe hatte für die Betroffenen der Neubau von provisorischen Unterbringungen zum Schutz ihrer Familien die höchste Priorität. Die Regierung hatte nur wenige Decken und Lebensmittel bereitgestellt. Für Sierra Leone e.V. unterstützte die Betroffenen auf Anfrage des Bürgermeisters im Rahmen eines gemeinsamen Projektes der Welthungerhilfe mit 10.000 €, um Matratzen, Decken, Wellpappe und weitere Materialien zur Verfügung zu stellen, damit sich die Familien einen sofortigen Schutz verschaffen konnten. Nach der Inspektion der betroffenen Gemeinschaft von humanitären Organisationen wie UNICEF, Oxfam, Welthungerhilfe, CRS, ICRC und Save the Children koordinierte das Office of National Security alle weiteren Hilfemaßnahmen. 

Soforthilfe

Soforthilfe

2017: Soforthilfe nach Erdrutsch nahe Freetown:

Mitte August 2017 hat sich in Sierra Leone ein schwerer, durch starke Regenfälle ausgelöster Erdrutsch ereignet. Einige Siedlungen nahe Freetown wurden fast vollkommen zerstört. Mehr als 1500 Haushalte mit knapp 6.000 Personen wurden von Schlammlawinen und Überflutungen überrascht und danach von Obdachlosigkeit betroffen. Laut Regierungsangaben wurden über 1.000 Tote geborgen. 

Nothilfe-Einsätze in drei Camps
Nach der erschreckenden Nachricht nahmen wir umgehend Kontakt mit der Botschaft des Landes in Berlin und der Deutschen Welthungerhilfe in Sierra Leone auf, um uns bezüglich der Soforthilfemaßnahmen abzusprechen. Dank dem finanziellen Engagement unserer Mitglieder und Förderer konnten wir schnell reagieren und mit der Umsetzung eines Nothilfekonzepts in Aktion treten: Unser Projektleiter Joseph Cole begann bereits Anfang September damit, Wasser, Lebensmittel und Hygieneartikel in drei errichteten Not-Camps zu verteilen. Während der ersten Aktion wurden etwa 150 Frauen für die Verteilung registriert, die mit den ausgegebenen Gütern ihre Familien über eine Woche versorgen konnten. In regelmäßigen Abständen wurde die Aktion wiederholt, bis es größere Hilfsmaßnahmen seitens staatlicher Akteure gab.

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